Reh im Naturpark Altmühltal


Waldlehrpfad Arzberg

in Beilngries im Naturpark Altmühltal



Wild und Wald

Der natürliche Lebensraum unserer meisten Wildarten ist der Wald. Der Einfluß des Menschen hat die Natur in der Vergangenheit stark verändert. Wald wurde gerodet, um Flächen für Siedlungen, Verkehr und Landwirtschaft zu gewinnen.
Das ehemalige Gleichgewicht von Wald und Wild ist dadurch vielerorts ins Wanken gekommen. Das Reh als Tier des Waldrandes fühlt sich in der reich strukturierten Landschaft sehr wohl und vermehrt sich ohne Großräuber und Jagd stark.
Für den Wald stellt dies eine Bedrohung dar. Überhöhte Rehbestände verbeißen an seiner Verjüngung. Die Bevorzugung bestimmter Baumarten durch das Reh (Tanne, Eiche, Bergahorn) führt zur Entmischung des Waldes, dessen Stabilität und Vielfalt darunter sehr leidet. Gemischte Wälder sind stabiler, ertragreicher und natürlicher als Monokulturen.
Es liegt daher im Interesse unserer Gesellschaft dieses Gleichgewicht wieder herzustellen. Ausdruck findet dieses Interesse im Jagdgesetz. Dort wird gefordert, daß bei der Abschußplanung der Zustand der Vegetation, insbesondere der Waldverjüngung, berücksichtigt wird. Ziel ist langfristige Sicherung der Lebensgrundlagen des Wildes unter Wahrung der Interessen einer ordnungsgemäßen Land- und Forstwirtschaft. Das Zusammenspiel von Wald und Wild kann auf zwei Wegen geregelt werden. Zum einen kann der Wald in Verjüngungsphasen durch Zaun oder Einzelschutz vor dem Rehwild geschützt werden. Zum anderen kann verstärkte Bejagung die Gesamtwilddichte auf ein waldverträgliches Maß reduzieren.



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Zuletzt aktualisiert am 10.02.2017