Magerrasen bei Riedenburg im Altmühltal


Fischerei- und Naturlehrpfad

zwischen Meihern und Riedenburg im Naturpark Altmühltal



Magerrasen

Magerrasen im Altmühltal sind arten- und blumenreiche Trocken- und Halbtrockenrasen auf flachgründigen, wasser- und nährstoffarmen Kalkböden.
Diese Trockenbiotope sind durch den Menschen geprägt, besonders durch Schafbeweidung. Sie wurden nicht gedüngt und wenige Male im Jahr durch darüber ziehende Schafherden abgeweidet, stellenweise auch durch Mahd genutzt. Nur mit dieser extensiven Bewirtschaftung lässt sich der Lebensraum Magerrasen auch weiterhin erhalten. Sonst würde er allmählich verbuschen und sich auf Dauer bewalden.
Trocken- und Halbtrockenrasen gehören heute zu den stark gefährdeten Lebensräumen. Für licht- und wärmeliebende Pflanzen- und Tierarten sind sie ideale Lebensräume.


Wacholder (Juniperus communis)

Seine Säulenförmige Gestalt prägt die Magerrasenlandschaften des Altmühltals. Er wird bis zu 15 m hoch. Es gibt nur männliche und weibliche Exemplare, der Botaniker nennt das Zweihäusigkeit. Die schwarzblauen reifen Beeren sind in Wirklichkeit Zapfen, die braune dreikantige Samen enthalten. Ihre Verbreitung erfolgt hauptsächlich über Vögel, zum Beispiel: die Wacholderdrossel. Sie finden als Gewürz beim Kochen, zum Beispiel: eingelegt in Sauerkraut und zur Branntweinherstellung, Verwendung.
Das Holz ist sehr beliebt zum Räuchern von Schinken. Auch in der Volksheilkunde ist der Wacholder verbreitet. Anwendung findet er beispielsweise gegen rheumatische Beschwerden. Bekannt ist er besonders wegen seiner harntreibenden Wirkung.
Der Wacholder steht seit 1936 unter Naturschutz.



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Zuletzt aktualisiert am 10.02.2017