Kirche in Schambach bei Riedenburg im Altmühltal Schambachtal bei Altmannstein Kirche in Schambach bei Riedenburg im Altmühltal Schambachtal bei Altmannstein Kirche in Schambach bei Riedenburg im Altmühltal

Das Schambachtal

zwischen Altmannstein und Riedenburg im Naturpark Altmühltal



Die Schambach entspringt am Südrand des Ortes Schamhaupten und mündet nach nur 16 km Lauf bei Riedenburg in die Altmühl. Der Quellweiher hat eine Insel und die Ufer sind dicht bewachsen - ein Eldorado für Vögel, vor allem Wasservögel. Es gibt Teichrallen, die hier brüten und Fischreiher, die hier Futter suchen. Der windungsreiche Fluß hat früher zahlreiche Mühlen betrieben. Eine von ihnen ist die Leistmühle.
Am rechten Steilhang des Schambachtals über der Mühle findet sich ein seltsames Felsengebilde, der sogenannte Steinpilz. Seine Pilzgestalt hat er durch Erosion bekommen und die eigenartige Form durch die unterschiedlichen Festikeit des Gesteins. Heute steht der Fels inmitten von Mischwald und Gehölz. Am Boden wächst eine reiche Pflanzenwelt: weißblütige Buschwindröschen und blau blühende Leberblümchen, Lungenkraut und Frühlingsplatterbsen mit violetten Blüten, blaue Waldveilchen und prächtig gelbe Goldnesseln, Bingelkraut und Waldmeister mit grünlichen bzw. weißen, eher unscheinbaren Blüten, sogar das Rote und das Weiße Waldvögelein, die zu den seltenen heimischen Orchideen gehören, die duftende Waldhyazinthe und die braune Nestwurz. Viele dieser Pflanzen können besonders gedeihen, weil sich das Laubdach der Bäume erst spät im Frühjahr entwickelt.
Konkurrieren kann jene Pflanzengesellschaft freilich nicht mit der Vielfalt der Flora auf den Halbtrocken- und Trockenrasen der Wacholderheide - beispielsweise im 30 ha großen Schutzgebiet des Kreutberg bei Altmannstein, also in unmittelbarer Nähe. Die felsdurchsetzte Höhe bietet großartige Ausblicke in das Umland und bezaubert durch die zahlreichen seltenen und geschützten Pflanzen. Im Felsengarten findet sich der sogenannte Kreutberglöwe, ein Felsen der eine löwenähnliche Gestalt hat.
Das Angebot an Blütenpflanzen beginnt bereits im zeitigen Frühjahr, im März, wenn die Küchenschellen, auch Kuhschellen oder Osterglocken genannt, ihre violetten Köpfe erstrahlen lassen. Außerdem blüht hier in gelb Frühlingsfingerkraut, dessen Stengel dort stärker behaart ist, wo sich die Pflanze auf einem besonders trockenen Standort findet. Bei den Felsen ist das seltene Bergsteinkraut zu beobachten. Seine gelben Blüten bilden eine dichte Traube. Neben Hungerblümchen wachsen Ehrenpreis und Täschelkraut. Ungewöhnlich in dieser Landschaft, wo sich in den naturbelassenen Zonen, in den Feuchtwiesen und Auwäldern, auf den Halbtrocken- und Trockenrasen, in den felsdurchsetzten Wacholderheidegebieten Orchideen und Lilien und zahllose weiter Gewächse der unterschiedlichsten Arten und Anpassungsformen um einen Platz an der Sonne streiten - und zugleich ein glückliches Umfeld für zahlreiche Insektenarten bieten.
Ähnlich groß ist die Vielfalt in der Vogelwelt: Drosselrohrsänger, Bartmeise, Eisvogel, Bekassine, Pirol, Braunkehlchen, Neuntöter, Weißstorch, Rohrweihe, Roter und Schwarzer Milan sind die Besonderheiten neben Mäusebussard, Turmfalke, Fischreiher, Fasan, Rebhuhn, Bläßralle und Kiebitz. Auch Säugetiere haben an geschützten Standorten Zuflucht gefunden. Außer Rehen und Hasen trifft man u. a. auf Fuchs, Dachs, Wiesel, Iltis, Sieben- und Gartenschläfer. Ausnahmererscheinungen sind in einigen Bereichen ausgesetzte und heimisch gewordene exotische Arten wie Mufflons und Damwild. Die Bisamratte ergänzt an den Ufern der Altmühl und der Nebenflüsse das bunter Bild der Tierwelt. Botaniker und Zoologen sowie alle anderen Naturfreunde finden hier also ein reiches Betätigungsfeld.



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Zuletzt aktualisiert am 10.02.2017