Altmühltaler Lamm aus dem Naturpark Altmühltal


Altmühltaler Lamm

aus dem Naturpark Altmühltal



Selten gibt es solch eine glückliche Symbiose aus Landschaftsschutz und Genuß. Die Hüteschäferei im Naturpark Altmühltal sorgt dafür, daß diese herrliche Landschaft mit ihren seltenen Tier- und Pflanzenarten erhalten bleibt. Denn wären die wolligen Vierbeiner nicht, würden die Jurafelsen in wenigen Jahrzehnten hinter Büschen und Bäumen verschwinden; Silberdistel, Enzian oder Schwalbenschwanz könnten unsere Kinder dann nur noch auf Fotos bestaunen.
Wer sich also im Gasthaus oder beim Metzger für ein herzhaftes Stück Altmühltaler Lammfleisch oder eine Wurstspezialität vom Lamm entscheidet, trägt seinen Teil zum Erhalt dieser Landschaft bei. So nahe liegen Genießen und Schützen beim Altmühltaler Lamm beieinander.
Die Vermarktung des im Einklang mit der Natur erzeugten Lammfleisches ist die Lebensgrundlage des Hüteschäfer. Längst bringt die Wolle kaum noch Erlös.
Und weil sich die Altmühltaler Lämmer vorwiegend von Muttermilch und den frischen Kräutern auf den Magerwiesen des Naturparks ernähren, können Sie diese wunderbare Landschaft schmecken!


Landschaft

Wer den Altmühltal zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Kajak erkundet, der atmet Landschaft. Kräuterreiche Wacholderhänge, auf denen sich Pflanzenarten wie Habichtskraut, Thymian, Berggamander und Echtes Labkraut ungestört der Sonne entgegenrecken, verbreiten einen anregenden Duft.
Eine Region, in der man beim Durchstreifen der Fluren noch das Schnarren des Heidegrashüpfers hören kann, wo Apollofalter und Berghexe ihre Pracht entfalten, und wo man mit etwas Glück noch den Ruf des Neuntöters vernimmt.
Daß diese malerischen Hänge und Wiesentäler im Naturpark Altmühltal in vielen Bereichen nicht schon längst zugewachsen sind, verdanken wir der Hüteschäferei, die mit ihren vierbeinigen "Mäh"-Maschinen schon seit über 200 Jahren steile Kräuterhänge ebenso vor der Verbuschung bewahrt, wie alte Streuostwiesen und schwer zugängliche Waldränder.


Schäferalltag

Hüteschäfer im Naturpark Altmühltal zu sein, war schon immer eine Herausforderung. Früh um halb sechs, wenn die Morgensonne über die Kuppen der Jurafelsen in die Schäferstube hineinblinzelt, heißt es aufstehen und noch vor dem Frühstück nach den Tieren sehen. Sind alle munter?
Halb zehn. Die Herde darf den Pferch verlassen, den der Tau ist abgetrocknet. Jetzt werden die Wiederkäuer auf die Weide geführt. Steinklee, Hornklee und Esparsette - ausgesuchte Leckerbissen für unsere Hüteschafe - das harte Weidelgras kommt erst dran, wenn der grüne Speisezettel keine Aromapflanzen mehr bietet. Erst wenn die Mittagssonne ihre meiste Kraft verbraucht hat und das dicke Fell wieder niedrigen Temperaturen ausgesetzt ist, treibt der Schäfer die Herde auf das nächste Gehüt. Wiesensalbei, Spitzwegerich, Thymian und Wundklee heißen die Gesunderhalter für die Schafe, die sich jetzt gemächlich durch den Altmühltaler Kräutergarten fressen.
Feierabend? Schäferstunden dauern länger als 60 Minuten. Bis sich die Muttertiere und Lämmer an den kargen Wiesen sattgefressen haben, bricht die Nacht herein. Um 21 Uhr trotten die letzten vierbeinigen Landschaftspfleger in ihren Pferch zurück, den Bauch voll mit der Natur aus dem Altmühltal. Gute Arbeit geleistet!


Schafhaltung

Nur die besten und kräftigsten Lämmer werden von den Altmühltaler Schäfern für die Weiterzucht ausgesucht. Was ein richtiges Mutterschaft werden will. Muß nach zwölf bis sechzehn Monaten soweit sein, daß ein Rendezvous mit dem Schafbock erfolgreich verläuft.
Fünf Monate lang heißt es jetzt auf den kräuterreichen Wiesen "für zwei" fressen. Das Ablammen ist immer noch ein großes Ereignis für die Herde, die die Kleinen fürsorglich betreut. Muttermilch bei der Nachbarin zu stibitzen, ist da schon einmal erlaubt - schließlich soll das Lamm jetzt für mindestens vier Monate die höchst nahrhafte Schaftmilch trinken.
Höchstens sechs Monate alt darf es am Ende sein, unser Altmühltaler Lamm, um das zarte aromatisch-milde Fleisch zu liefern, das in den regionalen Spezialitätenküchen so gefragt ist. Seit seiner Geburt - oftmals im Winter - hat es nun neben unzähligen Litern Milch von seiner Mutter auch schon große Mengen Kräutergras frisch oder vom Schäfer sorgfältig getrocknet fressen können. Kaum zu glauben, was so ein bis zu 45 Kilo schwerer Kerl am Tag alles "wegputzt".
Unsere Altmühltaler Lämmer haben es gut. Auch wenn die wertvollen Magerwiesen so weit abgeweidet sind, daß ihr "Ertrag" den Hunger nicht mehr stillt, dürfen für diese Premium-Tiere nur Futtermittel aus der Region verwendet werden. Getreide, Rüben, Heu ...


Produktkriterien

Über die Hälfte der Flächen, die von den Schäfern im Naturpark Altmühltal beweidet werden, müssen wertvolle Areale für den Naturschutz sein, um echtes Altmühltaler Lamm zu erzeugen.
Auf diesen Flächen haben Pflanzenschutzmittel, Stickstoffdünger, Gülle, Klärschlamm nichts zu suchen.
Schonender Umgang mit der Kreatur ist oberstes Gebot. Für das Altmühltaler Lamm werden die Tierzahlen pro Fläche nach oben begrenzt. Werden Lämmer transportiert, darf die Fahrtzeit von einer Stunde vom Schäfer bis zum Schlachtort nicht überschritten werden.
Regionale Qualität heißt leichte Kontrolle. Altmühltaler Lamm kommt vom Schäfer direkt zum Gastronom, Metzger oder Verbraucher.
Altmühltaler Lamm bringen ausgesuchte Wirte auf den Tisch, die mit viel Liebe kulinarische Köstlichkeiten kreieren.
Fein gereift soll es sein, das Fleisch vom Altmühltaler Lamm. Einige Tage lang bei gleichbleibender Temperatur von ein bis drei Grad kühl gehalten, wird diese Altmühltaler Spezialität zu einem echten Gaumenschmaus.


Genuß

Wer bei einer Wanderung durch die Juralandschaft des Naturparks Appetit bekommen hat, der kann bei einer kräftigen Mahlzeit mit dem Altmühltaler Lamm wieder frische Kräfte tanken.
Ausgewogen und gesund soll unsere Ernährung heutzutage sein. Fleisch vom Altmühltaler Lamm ist ideal für den verwöhnten Gaumen: Zart, bekömmlich und leicht. Wer dazu noch auf kalorienarme und eiweißreiche Kost achtet, der ist beim Altmühltaler Lamm gerade richtig.


100 g mageres Lammfleisch enthalten:

Schon einmal eine Lammkrone probiert? Oder Lammnüßchen in Kräuterkruste? Die Lammfleischküche hält eine große Vielfalt an Köstlichkeiten bereit. Die Keule liefert das Fleisch für leckere Braten, die Schulter eignet sich zum Schmoren, der Hals gibt feine Ragouts, die Koteletts sind Leckerbissen für einen lauschigen Grillabend.
Auch die richtige Zubereitung ist wichtig beim Altmühltaler Lamm. Das hochwertige Fleisch schmeckt am besten, wenn man noch eine dünne Fettschicht beläßt, die das zarte Aroma speichert. Ein Gang durch den Kräutergarten zeigt, was zum Lamm am besten paßt: Salbei, Kerbel, Estragon, Thymian, Rosmarin, Liebstöckl - ein Hauch Knoblauch sollte nicht fehlen. Weinkenner wissen einen kräftigen Rose oder körperreiche Rotweine zu gebratenem Lamm zu schätzen. Für gekochtes Lammfleisch sollte ein Kerner, ein Müller-Thurgau oder ein Grüner Veltliner den Gaumen anregen.



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Zuletzt aktualisiert am 10.02.2017